Ausbildung – und dann?

Nach der abgeschlossenen Ausbildung haben Azubis die Wahl. Sie können direkt in den Beruf einsteigen. Sie können eine Weiterbildung absolvieren. Sie können ein Studium anhängen. Eins ist klar: für so manchen Azubi ist es mit der Erstausbildung oft nicht getan. Die Arbeitswelt 2.0 ändert sich ständig. Karrierechancen wollen wahrgenommen werden. Der Erwerb von fachlichen Zusatzqualifikationen hält beruflich wie privat fit.

Mit der Ausbildung zur Geprüften Handelsfachwirt*in gibt es in Deutschland seit einigen Jahren ein Weiterbildungsangebot für den Einzelhandel, das Interessierte auch für andere Berufsbereiche in der Branche qualifiziert und der Karriere einen spürbaren Boost gibt. Eine Weiterbildung wie die Ausbildung zum Handelsfachwirt*in zu branchenspezifischen Fragen der Gegenwart und Zukunft  ist im Handel fast schon zwingend. Kaum eine andere Branche ist einem solch steten Wandel wie der Handel unterworfen. Sortiment, Zielgruppen, Marketingmaßnahmen, Kundenmanagement, Warensysteme und Technik ändern sich laufend – und damit auch die berufsspezifischen Anforderungen. Mit dem Abschluss Handelsfachwirt*in kann man in dieser Situation den Überblick behalten und berufliche Abläufe professionell gestalten.

Das machen Handelsfachwirte

Handelswirte steuern

  • Ein- und Verkauf,
  • Verwaltungstätigkeiten,
  • Personalmanagement,
  • Finanz- und Rechnungswesen und
  • Marketing und Werbung.

Außerdem übernehmen Handelsfachwirte die für den Handel wichtigen Verkaufsverhandlungen mit Kunden.

Individuelle Karrierechancen steigen mit dem Abschluss als Handelsfachwirt*in merklich. So steigt ein Handelsfachwirt direkt auf der mittleren Fach- und Führungsebene ein, arbeitet als Markt-, Filial- oder Abteilungsleiter oder ist als Gruppen- oder Bereichsleiter beschäftigt. Zum Vergleich: Ein Einzelhandelskaufmann benötigt zwischen sechs und acht Jahren, um diese Position zu erreichen. Viele Handelsfachwirt*innen sind selbstständige Unternehmer*innen in kleineren und mittleren Betrieben. Das Rüstzeug für diesen Berufsweg haben sie sich in der Ausbildung angeeignet.

So sieht die Ausbildung Handelsfachwirt aus

Die Ausbildung Handelsfachwirt*in kann über das „Abiturientenprogramm“ des dualen Ausbildungswegs oder über eine Weiterbildung nach der Erstausbildung erworben werden.

Das Abiturientenprogramm richtet sich an Interessierte mit Abitur bzw. Fachabitur. Nach einer Dauer von drei Jahren, in denen nach zwei Jahren ein erster staatlich anerkannter Ausbildungsberuf abgeschlossen und nach drei Jahren der staatlich anerkannte Abschluss Handelsfachwirt*in erworben wird. Die Prüfung wird vor den Industrie- und Handelskammern (IHK) abgelegt. Sie findet in der Regel im Herbst oder im Frühjahr statt.

Viele große Ausbildungsbetriebe wie Aldi, IKEA, EDEKA, REWE oder LIDL bieten Ausbildungsplätze im Abiturientenprogramm an. Die Ausbildung Handelsfachwirt erfolgt im Unternehmen und in der Berufsschule bzw. einer privaten Bildungseinrichtung. Ausbildungsbeginn, Gehalt und Ausbildungsinhalte sind den Beschreibungen der Ausbildungsplätze zu entnehmen. Für einen Ausbildungsplatz sollte man auch hier frühzeitig eine möglichst gute Bewerbung einreichen.

Bei WEMPE haben Auszubildende die Möglichkeit, einen staatlich anerkannten Abschluss als Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und als Geprüfter Handelsfachwirt (IHK) zu machen. Die praktische Ausbildung erfolgt in einer der Filialen im In- oder Ausland. Bei WEMPE und anderen Ausbildungsbetreiben können Interessierte den Abschluss zum Handelsfachwirt aber auch als berufsbegleitende Weiterbildung machen. In diesem Fall haben die Anwärter und Anwärterinnen bereits eine Erstausbildung.

Interessierte ohne Beschäftigungsverhältnis können die Weiterbildung zum Handelsfachwirt als Vollzeitausbildung an einer privaten Bildungseinrichtung machen. In diesem Fall verkürzt sich die Ausbildungsdauer in der Regel auf 18 Monate. Die Weiterbildung zum Geprüften Handelsfachwirt ist nach dem Aufstiegsfortbildungsgesetz (AFBG) förderungsfähig. Für eine Förderung muss die Lehrgangsdauer mindestens 400 Stunden betragen. Im Einzelfall kann auch eine Förderung durch das Arbeitsamt in Frage kommen.

Arbeitgeber freuen sich in jedem Fall über engagierte und fachkundige Mitarbeiter, die die Ausbildung Handelsfachwirt erfolgreich abgeschlossen haben!

 

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