
In Asien gehören sie zum Alltag, in Deutschland sind sie exotisch: rollende Cocktailbars. „Das sind dort in der Regel Kleinbusse, die entsprechend umgebaut werden", erzählt Katrin Langer. Zusammen mit ihrem Partner Werner Hegele ging die studierte Sozialpädagogin auf Weltreise und war sofort fasziniert von den mobilen Bars.
Katrin Langer und Werner HegeleZurück in Nürnberg ließ sie die Idee nicht mehr los. „Uns war klar: ein umgebauter VW-Bus ist der Knaller für Partys und Stadtfeste." Nur das Ordnungsamt war alles andere als begeistert. „Den Bus zu bekommen war schon schwer genug. Es musste einer aus den 60-er Jahren sein, die sind ganz besonders chic", erinnert sich Werner Hegele.
Über Ebay ersteigerte er nach langer Suche ein solches Schätzchen aus dem Thüringer Wald und restaurierte es. Dann begann der Ärger mit dem Ordnungsamt. „Eigentlich wollten wir über Land fahren und an verschiedenen Standorten unsere Cocktails anbieten. Eine Stunde mixen, dann weiter ziehen - so wie in Asien." Doch so etwas hat die deutsche Bürokratie, speziell die Gaststättenverordnung, nicht vorgesehen. „Ständig mussten wir unsere Geschäftsidee erklären. Unseren Plan vom ständigen Unterwegssein konnten wir schließlich nicht umsetzten.
Heute kann man uns für private Partys und öffentliche Feste mieten." Und das läuft trotz aller bürokratischer Hindernisse inzwischen sehr gut. Bei Messen wie der „Start Up-Initiative" und Großevents wie der „Blauen Ball Nacht" in Nürnberg konnten die beiden Barkeeper bereits überzeugen. Der Bulli ist eben ein echter Hingucker und die Cocktails ein Genuss. www.diefahrbar.com
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