
Firmengründer Hans Hauf jun. geehrt durch Herrn Staatsminister Miller bei der Meisterfeier 2004 in Burghausen.Die Idee des eigenen Betriebes hatte der gelernte Landschaftsgärtner während seines Zivildienstes. Das Problem: Kapital zur Gründung des Unternehmens aufzutreiben. Aufgrund seines Alters bekam der Landschaftsgärtnergeselle keine Unterstützung von Hausbanken. So stieg sein Vater als Teilhaber in das Unternehmen mit ein. Durch seine eingebrachten Sicherheiten erhielt die „Hauf & Hauf Garten- und Landschaftsbau" in Colmberg im Kreis Ansbach schließlich ein KfW-Darlehen und weitere Kredite. Auf dem elterlichen Bauernhof wurde das Unternehmen im Jahr 1999 eingerichtet. Anfangs noch als 2-Mann-Betrieb agierend, beschäftigt die Firma mittlerweile 10 Mitarbeiter. Und Hans Hauf erwarb 2004 seinen Meistertitel: als bester Meister Bayerns im Garten- und Landschaftsbau.
Hauf & Hauf: Vater und Sohn. Doch in diesem Fall übernahm der Nachwuchs nicht etwa den elterlichen Betrieb - die Initiative ging vom Jüngeren der Haufs aus. Hauf senior war Nebenerwerbslandwirt und arbeitete in einem Baugeschäft. Als dieses geschlossen wurde, stieg er als GBR-Teilhaber in den geplanten Betrieb seines Sohnes ein. Dadurch konnte dieser seine Existenzgründeridee realisieren. „Doch auch zu diesem Zeitpunkt gab es Schwierigkeiten mit der Darlehensbeschaffung", sagt Hauf jr. Die Banken forderten einen Mindestsatz, der aufgenommen werden musste. „Obwohl wir gar nicht so viel brauchten und wollten."
Am Anfang arbeiteten Vater und Sohn zu zweit in Privatgärten und führten dort Pflege- Bau und Planung von Außenanlagen durch. Im Laufe der Zeit stieg die Anzahl der Anfragen und sie stellten den ersten Landschaftsgärtner ein. „Trotz der strukturschwachen Region in der wir tätig sind, konnten wir durch Qualität und modernes Arbeiten immer mehr Stammkunden an uns binden und größere Baustellen abwickeln", sagt der junge Geschäftsführer. Mit dem Einsatz von Branchensoftware, CAD-Programmen, Werbung und einem modernen Geräte- und Maschinenpark konnte sich das Unternehmen etablieren. „Da ich noch kein Meister war und wir ja qualifiziert agieren wollten, erwarb ich mir den Meistertitel in einem Pilotprojekt", erzählt Hauf jr. Er erwarb den Titel 2004 an einer Fachschule, an der man den Meister in einem Onlinekursus machen konnte - neben seinem laufenden Tagesgeschäft. Für seine besonders guten Leistungen erhielt er den Staatspreis als „Bester Meister Bayerns im Garten und Landschaftsbau" vom Landwirtschaftsminister. Dabei betont er: „Vorher bekam ich aber kein Meisterbafög, da ich ein Selbstständiger war."
In der Zwischenzeit hatten Hauf & Hauf auch Meister und Techniker beschäftigt. Sie kamen zu dem Entschluss, einen Lehrling einzustellen und auszubilden. „Ein Nachbarjunge wollte unbedingt Landschaftsgärtner bei mir lernen. Aber wir mussten zahlreiche staatliche Hürden bewältigen in der Anerkennung unseres Betriebes zum Lehrbetrieb. Die lähmende Bürokratie macht einem Jungunternehmer das Leben schwer. Das ist in einer Zeit mit fünf Millionen Arbeitslosen unglaublich", so Hauf jr.
Aber trotz des schwierigen Weges, blickt „Hauf & Hauf" auf erfolgreiche sechs Jahre Firmengeschichte zurück. Mit viel Durchhaltewillen und den Glauben an das eigene Unternehmen bewirbt sich Hans Hauf jr. nun bei „Mutmacher der Nation". Die Mittelstands-Initiative von DasÖrtliche, den Bürgschaftsbanken und „impulse" stellt solche vorbildlichen Unternehmer der Öffentlichkeit vor.
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