
Mit köstlichen Kaffee-Kreationen zum Erfolg: Niels Frandsen, Ozan Taner und Wolfgang Rüth von der Moema Espresseo Republic.Normalerweise waren sie die erste Adresse für viele Unternehmen, wenn es um Geschäfts- und Exportstrategien für den brasilianischen Markt ging. Die Berliner Unternehmensberater Ozan Taner, Wolfgang Rüth und Niels Frandsen kennen sich in Südamerika aus, wissen, in welcher Nische der Erfolg wartet. Alle drei arbeiteten lange Zeit für unterschiedliche Consulting-Firmen, lernten sich über in Brasilien kennen - und entschlossen sich dann, ihre Erfahrungen weniger als Berater, sondern viel mehr als Unternehmer einzusetzen.
„Wir haben selbst viele Jahre in Brasilien gelebt, die dortige Lebensart kennen und schätzen gelernt. Und seit langem pflegen wir auch enge Kontakte zu brasilianischen Kaffeebauern und Röstereien", erklärt Ozan Taner den Ursprung der Berliner Moema Espresso Republic GmbH, die seit zwei Jahren qualitativ hochwertige Espressosorten vertreibt.
Mittlerweile hat sich das Konzept der „Republic" durchgesetzt - der Moema-Gourmet-Espresso kann nicht nur bestellt, sondern auch in einer der zahlreichen „Botschaften" (Bars, Cafés, Restaurants) verköstigt werden. Taner, Rüth und Frandsen beschäftigen mittlerweile 15 feste und freie Mitarbeiter.
Doch der Weg zum Erfolg war steinig: „Zu Beginn stellte sich die Frage nach zuverlässigen Lieferanten für eine langfristige Geschäftsbindung. Gerade auf dem südamerikanischen Kontinent gestaltet sich solch eine Suche meist extrem schwierig, da das kurzfristige Profitstreben vor Ort oft nicht mit der europäischen Weitsicht der Unternehmer übereinstimmt", so Taner.
Bis heute hat die Moema Espresso Republic außerdem mit zahllosen bürokratischen Hürden zu kämpfen - von der schwierigen Firmengründung über die Markenanmeldung bis hin zu möglichen Markenverletzungen. „Wir mussten unzählige Gespräche mit dem brasilianischen Kaffeeverband, mit dem Landwirtschaftsministerium führen und zugleich in Deutschland die notwendigen Vorkehrungen für unseren Umzug aus Brasilien treffen", erinnert sich Taner.
Das Unternehmertrio ging ein Wagnis ein: Taner, Rüth und Frandsen kündigten ihre gut bezahlten Jobs und erstellten ein Finanzierungskonzept, von dem alle drei profitieren. Zwei der drei Gründer arbeiten im Zuge der Moema-Gründung zunächst als Freelance-Unternehmensberater in Deutschland und Dänemark weiter, investieren ihre Honorare in einen gemeinsamen Finanzierungspool und dritteln die Einnahmen. So konnte sich jeder mit finanziellem Rückhalt an den Aufbau der „Moema Espresso Republic" machen.
Durch intensive Lieferantensuche und die Einbindung professioneller Kaffee-Sommeliers filterten die Berliner die für sie passenden Kaffeebauern und -röster heraus, mit Hilfe eines „Bürokratieüberwindungs-Netzwerkes" wurden sukzessive die Hürden genommen und mit vielen kleinen Schritten der Vertrieb aufgebaut. Das „fairer als Fairtrade"-Konzept der Moema Espresso Republic (Taner: „Unser ethischer Hintergrund ist einmalig in dieser Branche") schlägt hohe Wellen, ihre Gourmet-Espressokreationen begeistern.
Nur ein Jahr nach der Unternehmensgründung statteten Taner, Rüth und Frandsen sogar echte Kenner des brasilianischen Kaffeemarktes aus: die Fußballspieler der „Seleção", die in 2006 bei der WM in Deutschland antrat - und den Kaffee des Berliner Trios genießen wollte. Ozan Taner, Wolfgang Rüth und Niels Frandsen haben allen Hindernissen zum Trotz ihren Traum verwirklicht, ihre Festanstellungen aufgeben um einen Gourmet-Kaffeevertrieb nach ethischen Grundsätzen (soziale, ökölogische und ökonomische Nachhaltigkeit) aufzubauen. www.moema-espresso.com
02.07.2010 - Der Krise den Kampf angesagt
02.07.2010 - Erfolgreiche Unternehmensgründung mit modularen Leichtbaumöbeln
30.06.2010 - Gut „durchdacht!": innovatives Softwaretool im Handwerk