
Hat als Selbständiger endlich wieder Spaß an der Arbeit: der Dresdner Marc Aßmann.Endlich wieder Spaß an der Arbeit Vor vier Jahren hatte der gelernte Steinmetz Marc Aßmann den Spaß an seiner leitenden Festanstellung verloren und beschloss, sich eine eigene Existenz – Dienstleistungen rund um die Arbeiten mit Naturstein– aufzubauen. Doch schon der Start erwies sich als schwierig. Die Banken gewährten zur Existenzgründung in dieser Branche zunächst keinen Kredit und die Baupreise sanken kontinuierlich.
„Rückblickend war alles viel schwieriger, als ich mir das vorgestellt habe", gibt der Steinmetz- und Steinbildhauermeister zu. Aus seiner alten Firma konnte er kein Projekt mitnehmen und der geschützte Markenname seines neuen Unternehmens, PRONAG, war zunächst natürlich völlig unbekannt. Dazu kamen finanzielle Engpässe beim Firmenstart.
Bei vier Banken sprach der Steinmetz vergeblich vor. Erst auf einer Existenzgründermesse kam der Unternehmer mit einer Bürgschaftsbank in Kontakt, mit deren Hilfe er seine Liquiditätsprobleme zur GmbH-Gründung lösen konnte.
2005 war allerdings nicht das beste Jahr für den Start der PRONAG: Die Baupreise sanken nochmals auf einen Tiefpunkt. Der frisch gebackene Existenzgründer hielt dennoch seine Preise hoch und versuchte seine Halbtagskraft zu halten. Vergeblich, die neue Firma musste sich für die Entlassung entscheiden.
Doch Marc Aßmann biss die Zähne zusammen. Der leidenschaftliche Basketballspieler ist enorm ehrgeizig. „Ich habe immer ein Ziel vor Augen und glaube an mich. Aufträge die nicht kostendeckend sind werden abgelehnt."
Nach dem Tiefpunkt geht es Ende 2005 endlich aufwärts. Beratungsleistungen werden stärker nachgefragt - ein Bereich, den er schwerpunktmäßig ausbaut - und mehr Aufträge kommen herein. Mit straffer Budgetplanung und einem erweiterten Portfolio von Dienstleistungen für Natursteinarbeiten sowie Seminare und Weiterbildung zu diesem Thema zieht er sich aus der wirtschaftlichen Zwickmühle.
Mittlerweile hat er über 50 Kunden bundesweit. 100 sollen es werden. „Mein Kerngeschäft ist und bleibt der Naturstein. Denn es ist wichtig, sich auf sein Ding zu konzentrieren", so seine Einstellung. Seit einigen Monaten beschäftigt er sogar eine Auszubildende. Noch kommt Aßmann zwar nicht auf sein einstiges Gehalt, schließlich hatte er in seinem alten Job etwa 20 Mitarbeiter unter sich. Doch er hat endlich wieder Spaß an seiner Arbeit verbunden mit dem strategischen Weitblick. www.pronag.de
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