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Immer unter Strom

Aus seinem Expertenwissen macht Walter Sacher ein erfolgreiches Unternehmen

Als Walter Sacher sich selbständig macht, weiß er genau, worauf er sich einlässt. Computersysteme vor Stromstörungen und damit vor Schäden zu bewahren - das ist zu diesem Zeitpunkt schon viele Jahre sein tägliches Brot. „Als dann meine Tochter mit dem Studium fertig war, wollte sie nicht immer nur für andere arbeiten. Da haben wir uns zusammengetan und eine eigene Firma gegründet", so erinnert sich der Unternehmensgründer an diese Lebensentscheidung. Die trifft er im Jahr 1998.

In der Serviceabteilung einer IT-Firma fallen Walter Sacher die immer häufiger auftretenden Stromstörungen auf. Um die Stromzufuhr zu stabilisieren, ordert er für seinen Arbeitgeber Equipment aus den USA. Der Zulieferer wird auf den IT-Experten aufmerksam - und lädt ihn nach Wisconsin ein. Das Angebot der Amerikaner: Sacher soll in ihrem Auftrag Vertriebsstrukturen in Europa aufbauen. Bis in den mittleren Osten und nach Afrika führt ihn seine neue Tätigkeit, und mit der Wende erschließt er nicht nur den deutschen Osten, sondern auch Moskau, Budapest und zig weitere Standorte.

Schließlich macht ihm im Markt für „sicheren Strom" niemand mehr was vor - und Walter Sacher ist bereit für seine eigene Firma. Bei dieser Vorgeschichte nimmt es nicht wunder, wenn er sagt: „Wir hatten den Markt von Anfang an genau im Blick, wir kannten die starken und die schwachen Akteure. Daher wussten wir genau, wie wir uns aufzustellen hatten."

Mit 14 Mitarbeitern erarbeitet der 50-jährige Firmenchef heute Spannungsschutzsysteme. „Dabei schießen wir nicht mit Kanonen auf Spatzen. Wir sind am Markt die einzigen, die ihr System mit einem Stromqualitätsmessgerät kombinieren. Dadurch können wir genau checken, was eigentlich gebraucht wird. Das ist dann eben nicht wie eine Schmerzpille, die gegen Kopfschmerzen und noch tausend andere Wehwehchen hilft. Unsere Lösung wirkt präzise dosiert nur dort, wo es nötig ist."

Dieses Alleinstellungsmerkmal - Messgerät plus Spannungsregelung - führt den Firmenchef mitsamt seinen Leuten erneut in alle Lande, nach Dubai etwa oder nach Vietnam. Die Geräte baut die Firma selbst aus Komponenten von Zuliefern. Beim Kunden werden sie an Batterien oder Brennstoffzellen angedockt. Deren Ausmaße sind zum Teil riesig - schließlich müssen sie im Zweifelsfall große Mengen Dreh- oder Wechselstrom bereitstellen können.

„Die Kunden", so der Stromexperte, „kriegen das gar nicht mit, ob ihre Computer zu einer bestimmten Zeit von der Batterie oder aus dem Stromnetz gespeist wird. Und so soll es ja auch sein." Inzwischen können die Stromexperten auch von ihrem fränkischen Firmensitz aus kontrollieren, wie viel Ladung noch auf den Akkus ist. Die Daten werden online direkt auf den Bildschirm geliefert, und damit wird der Batterietausch sehr viel besser planbar. Generell hat es Walter Sacher gern analytisch, denn „erst muss ich die Schwierigkeiten des Kunden verstehen, und dann kann ich mich daran machen, die Lösung auszuarbeiten."

Der nächste große Auftrag, der die fränkische Firma drei Jahre lang in Atem halten wird, kommt von 32 deutschen Universitäten: Ihre Computersysteme müssen mit Spannungsschutzsystemen ausgestattet werden. Walter Sacher nimmt es gelassen: „Dazu arbeiten wir mit Subunternehmen zusammen, dann schaffen wir das auch."


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