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Der Krise den Kampf angesagt

Durch den Wegfall von 12 USA-Aufträgen geriet Roswitha Straubs Unternehmen in die Krise, ein Konjunktur-Wiederbelebungs-Nachmittag brachte die Wende. Nun bewirbt sie sich als „Mutmacher der Nation".

Mit der Planung und dem Bau von Steuerungen und Schaltschränken hat sich das Unternehmen von Industriekauffrau Roswitha Straub in den letzten Jahren einen guten Ruf erarbeitet. Neben Aufträgen in Deutschland kamen immer mehr im Ausland dazu. Wichtige Geschäftspartner waren auch zahlreiche Firmen in Amerika, doch durch die Wirtschaftskrise wurden zwölf dieser USA-Großaufträge storniert und führten zu einer schwierigen Zeit bei der Straub Elektroanlagen GmbH. Mit Hilfe eines Unternehmensberaters und der Idee, einen Konjunktur-Wiederbelebungs-Nachmittag zu veranstalten, sagten Roswitha Straub und ihr Team der Krise den Kampf an. Jetzt macht Roswitha Straub bei Deutschlands größter Mittelstandsinitiative „Mutmacher der Nation" mit.


Roswitha Straub hatte die geniale Idee, einen Konjunktur-Wiederbelebungs-Nachmittag zu veranstalten.
„Nicht nur der internationale Markt brach ein, auch im Inland blieben die Aufträge aus. Das war fatal", erzählt Roswitha Straub, die daraufhin die Hilfe eines Unternehmensberaters in Anspruch nahm. „Gemeinsam haben wir unsere Kosten-Struktur überdacht und überlegt, was wir tun können, um einzusparen, ohne Personal zu entlassen", so Straub. Zum einen gehörten dazu die Rückgabe eines Fahrzeuges, die Schulung der Mitarbeiter und - viel wichtiger - die völlige Überarbeitung der Prozesse im Unternehmen: „Wir planen, bauen und nehmen in Betrieb, alles kommt bei uns aus einer Hand. Damit das auch einwandfrei funktioniert, binden wir unsere Auszubildenden sofort voll in den Arbeitsprozess mit ein. Sie übernehmen alle Arbeiten, die sie schon erledigen können. In dieser Zeit können sich die anderen Mitarbeiter um andere Arbeitsschritte kümmern. Dadurch sparen wir Zeit und können unseren Kunden ein besseres Angebot unterbreiten", zählt Straub die Vorteile der neuen Arbeitsteilung auf. „Früher hat jeder für sich gearbeitet, das ist vorbei. Wir arbeiten heute miteinander und nicht gegeneinander."
Zum anderen war da die geniale Idee, einen Konjunktur-Wiederbelebungs-Nachmittag zu veranstalten. „Mich hat gestört, dass in allen Zeitungen immer nur die Rede von Konjunkturkrise war. Ich war es leid und wollte handeln." Und das tat Roswitha Straub dann auch. Zahlreiche Einladungen gingen an bestehende und potenzielle Kunden heraus und wurden dankend angenommen. Bei dem Treffen im Mai 2009 wurde offen über die Krise und ihre Auswirkungen gesprochen. „Das war für viele Gäste wie eine Befreiung", erinnert sich die 48-Jährige. „Wir haben die Chance genutzt und mit unseren Kunden und Lieferanten gesprochen - mit Erfolg, denn wir haben neue Zahlungsziele vereinbart und gemeinsam einen Weg aus der Krise gefunden." Mittlerweile hat sich das Unternehmen wieder erholt und Roswitha Straub plant bereits einen weiteren Schritt. „Ich überlege, einen weiteren Konjunktur-Nachmittag zu veranstalten, bei dem wir darüber sprechen können, was seit dem letzten Treffen passiert ist." Den Kampf gegen die Krise hat Roswitha Straub also gewonnen, jetzt macht sie bei Deutschlands größter Mittelstandsinitiative mit, um „Mutmacher der Nation" zu werden.


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