
Mit Leiterplatten zum ErfolgIm Jahr 1981 kann sich Andreas Contag, Student im ersten Semester, in seiner Lötbude weder Telefon noch Toilette leisten. Heute zählt Contag zu den erfolgreichsten Leiterplatten-Produzenten in Europa und wächst um bis zu 40 Prozent jährlich. Dennoch keine glatte Erfolgsgeschichte. Denn 1996 entwickelt sich der Umsatz schlagartig nach unten. Die Firma hat sich offensichtlich übernommen und steht auf einmal vor der Auflösung. Der Unternehmer hat schlaflose Nächte, er weiß, welche Konsequenzen eine Insolvenz für seine Mitarbeiter hätte. Ihn selbst drücken hohe Schulden, für die Rente ist noch nichts eingezahlt - und gescheiterte Unternehmer bekommen kein Arbeitslosengeld. Nach sechs quälenden Wochen tritt er vor seine Belegschaft und redet Tacheles. Eine dramatische Szene. Doch dann passiert das Unerwartete, die Mitarbeiter reißen sich zusammen: „Sag uns, wie wir mehr Aufträge bekommen. Wir arbeiten auch ohne Lohn!". Schnell arbeitet der Chef einen Akquise-Schlachtplan aus; die Belegschaft verzichtet teilweise auf viele Monatsgehälter und arbeitet bis zu 32 Stunden täglich durch. Und die Stimmung ist hervorragend, „herzlich wie in einer Familie", so der Firmengründer. 02.07.2010 - Der Krise den Kampf angesagt
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