Mutmacher der Nation 2010
Mittelstand - Unternehmer - Wirtschaft
Land der Ideen
 

Webdesign - Suchmaschinenoptimierung - CMS

Angebote Last Minute
Sie befinden sich hier: Home » Teilnehmer » Hessen » Krisengewinner

Krisengewinner

Vor sieben Jahren bekam Stahlbauunternehmer Bernhard Hahner die Konjunkturkrise zu spüren. Es herrschte Auftragsflaute. Die mageren Zeiten nutzte Hahner, um seine Unternehmensgruppe breiter aufzustellen und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

„Ich habe noch nie woanders gearbeitet in meinem Leben, als in meinem eigenen Unternehmen" sagt Bernhard Hahner. Er gründete seine Firma 1989, mit 24 Jahren. „Das handwerkliche war einfach mein Ding. In der Schule hatte ich in Deutsch immer eine vier, in Handwerk eine eins.", erklärt er. Für Hahner kam es nie in Frage, das Unternehmen in Krisenzeiten aufzugeben. „Ganz im Gegenteil, es hat mich motiviert, dran zu bleiben".

Mit 18 beendet Bernhard Hahner die Realschule, mit 24 hat er nach einem Maschinenbaustudium seine eigene Firma. „Ich war zunächst kein guter Schüler. War nur auf der Realschule und konnte mir vorstellen, eine Lehre als KfZ-Mechaniker zu machen. Ein Freund brachte mich auf die Idee mit dem Maschinenbau. Ich machte dann mein Fachabi, studierte ganz schnell und gründete mein eigenes Unternehmen - ohne irgendwelche zusätzlichen Qualifikationen erworben zu haben. Mit 30.000 D-Mark in der Tasche (die ich mir während meines Studiums durch unzählige Nebenjobs verdient hatte), erklärt er.

Sehr lange Zeit geht das Geschäft auch gut. Zu den Kunden von Hahner zählen Bauherren bzw. Architekten im privaten und öffentlichen Bau und im Gewerbe- und Gesellschaftsbau, aber auch Industrie- und Maschinenbetriebe sowie die Textilindustrie.

Die Schwierigkeiten beginnen im Jahr 2003, als die damalige Konjunkturkrise dazu führt, dass keine Aufträge mehr eingehen und einige Kunden insolvent wurden und somit unsere Rechnungen nicht mehr begleichen konnten. „Unsere Liquidität war schnell am Ende", erläutert Bernhard Hahner.
Die Krise sah Hahner auch als Chance. Er überprüfte zunächst seine Finanzierung. „Ich stellte fest, dass die Laufzeiten unserer Kreditfinanzierung nicht mit der Nutzungsdauer der Investitionsgüter übereinstimmte. Wir haben also mit unserer Hausbank verhandelt und langfristig nutzbare Mittel auch langfristig finanziert." Auch die Mitarbeiter sollten ihren Beitrag in den schwierigen Zeiten leisten. Jeder Angestellte musste eine Überstunde ohne Bezahlung leisten. So konnten alle 45 Arbeitsplätze erhalten werden. Und schließlich wurde als vorbeugende Maßnahme ein Finanzcontrolling eingeführt. „Mit einer wöchentlich exakten Liquiditätsplanung sind wir permanent über den betriebswirtschaftlichen Status informiert", sagt Hahner. Zwischenzeitlich wurden sämtliche Überstunden mit Zuschlägen nachgezahlt, ein Betrieb eines Kunden aus der Textilmaschinenindustrie übernommen sowie erfolgreich einen Spezialbetrieb für Metallfassaden und Dächer in Thüringen gegründet. Danach wurde ein weiterer Metallbaubetrieb, der in wirtschaftliche Schieflage geraten war, erfolgreich saniert und in die Firmengruppe integriert.

Als jüngsten Spross der Firmengruppe wurde 2008 ein weiterer Betrieb ins Leben gerufen. Dieser beschäftigt sich vornehmlich mit dem Themenfeld „neue Energien".

Zur Zeit beschäftigt die Hahner-Gruppe in den unterschiedlichen Betrieben ca. 120 Mitarbeiter und realisiert dauerhaft ein jährliches organisches Wachstum von über 10 %.

Hahner ist Unternehmer aus Leidenschaft. Für ihn ist Unternehmersein:
„Der schönste Beruf der Welt."


Initiator

Mutmacher der Nation
Eine Initiative für den Mittelstand von

 
Telefonnummern


Medienpartner

 
DeutscheHandwerksZeitung

 
handwerk magazin

Teilnehmer aus den Ländern