
Sie hat den richtigen Mix: Alexandra Podeanu. Voll im SaftEin bisschen Minze, ein paar Limetten, dazu Ingwer und jede Menge Äpfel - und fertig ist das „Bauchgefühl". Der gesunde, genussvolle Mix gehört zu einer ganzen Palette von erfrischenden Kreationen aus der Berliner „saftfabrik". Hier werden die köstlichen Getränke mit den originellen Namen täglich ohne jegliche Konservierungsstoffe frisch zubereitet und bis vor die Wohnungs- oder Bürotür geliefert. Ein spezieller Service: Im Internet oder direkt vor Ort können Kunden auch ihre ganz persönlichen Mischungen zusammenstellen und ordern. Ein pfiffiges wie aufwändiges Geschäftsmodell, das Alexandra Podeanu Ende 2008 aus dem Boden gestampft hat. Doch mittlerweile finden die Geschmackswunder immer mehr Anhänger, vor allem Hotels und Großfirmen sind begeistert.
„Ich hatte schon immer den Wunsch, was Eigenes zu machen. Mir fehlte nur die richtige Idee", erzählt Alexandra Podeanu. Der zündende Gedanke kommt an der Küchenplatte. „Ich habe mir meine Säfte immer selber gepresst. Das wurde mir allerdings irgendwann zu zeitintensiv. Ich wollte mir die Säfte dann lieber liefern lassen, aber es existierte kein Lieferdienst." Eine Marktlücke, die unbedingt geschlossen werden muss, denkt sich die studierte Diplomkauffrau und gibt ihren gut bezahlten Job als Expertin im Online-Marketing auf. Rund ein Jahr ist das jetzt her. In den Traum von der eigenen Saftfabrik pumpt sie ihr Erspartes, drei weitere Gesellschafter greifen der 31-Jährigen als „Business-Angels" unter die Arme. Die Produktion beginnt im Januar 2009. Die Anfangsphase ist jedoch voller Entbehrungen. „Wir sind mit wenig Kapital gestartet. Deshalb sparen wir, wo es nur geht und zahlen den Gründern sehr wenig aus oder verzichten auch mal auf Gehalt. Darüber hinaus sind wir ein motiviertes Team und ständig bemüht, die Produktion zu optimieren und neue Ideen zu entwickeln." Die Anstrengungen fruchten, seit September arbeitet die „saftfabrik" kostendeckend. Besonders Großkunden kurbeln das Geschäft an. Zahlreiche bekannte Hotels lassen sich inzwischen mit der kulinarischen Handarbeit beliefern. Auf Messen, Pressekonferenzen oder Kongressen gehören sie zur beliebten Verköstigung, und auch Mitarbeiter beispielsweise von google-Deutschland wissen die frischen Säfte, die eine Lebensdauer von rund fünf Tagen besitzen, zu schätzen. Der besondere Clou: Die Flaschen können auf Wunsch je nach Anlass mit individuellen Etiketten, Designs und Logos bestellt werden. „So entstehen rund um die Säfte richtige Konzepte", freut sich Alexandra Podeanu, „die Etiketten sind Werbeträger und Kommunikationsplattform zugleich, sie geben den Firmen oder Hotels eine individuelle Note." Um die „saftfabrik" zu einem profitablen Betrieb aufzubauen, werde man den Fokus aus diesem Grund zukünftig vermehrt auf Großkunden und das weiterverkaufende Gewerbe legen, betont die Gründerin. Vom Erfolg ist sie jedenfalls überzeugt: „Der Weg ist zwar schwer, aber ich bin ehrgeizig und lebe meine Vision. Die Aussichten sind positiv. Die aktuelle Entwicklung zeigt mir, dass es der richtige Schritt war."
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