
Im Grunde begann alles „nur" mit einem Freundschaftsdienst, erzählt Florian Truxa. 1982 hat der Sohn eines Bekannten erhebliche Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben, hinkt in der Schule gewaltig hinterher. Die beiden Gründer, die in Saarbrücken zu diesem Zeitpunkt ein Institut zur betrieblichen Schulung leiten, nehmen sich der Problematik an. „Das Phänomen war damals noch ziemlich unbekannt", erzählt er, „wir haben Wissenschaftler kontaktiert und pädagogisches Material gesichtet. Zur ersten Förderstunde sind dann gleich zwei Schüler erschienen." Die Anzahl der hilfebedürftigen Kinder steigt binnen weniger Monate auf 75. „Der Ansturm ließ sich ehrenamtlich nicht mehr bewältigen", so Truxa. Das Lehrinstitut für Orthographie und Schreibtechnik wird ins Leben gerufen. Bereits ein Jahr später entstehen weitere Institute in Neunkirchen und Saarlouis. Die LOS-Therapie, die auf Vorgespräche mit Eltern und Kindern sowie einer gründlichen Leistungs- und Fehlerdiagnose basiert, wirkt bei den betroffenen Schülern wahre Wunder und avanciert zum Erfolgsmodell. „Unsere Herausforderung sind die Schwierigkeiten der Kinder, die in der Schule ausgelacht werden und wegen ihrer Probleme hinter ihren Möglichkeiten bleiben", erklärt Florian Truxa. „Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und versuchen beharrlich, diesen Kindern Mut zu machen, indem wir ihnen gezielt helfen, ihre Mängel dauerhaft zu beheben." Heute verfügt LOS über spezifische Materialien für 10.000 Unterrichtsstunden, an rund 200 Standorten in Deutschland, Luxemburg und Österreich mit 300 fest angestellten und 1800 freiberuflichen LOS-Pädagogen werden inzwischen jedes Jahr über 20.000 Kinder betreut. Seit 1995 wird die Förderarbeit von einem wissenschaftlichem Beirat begleitet. Im vergangenen Jahr erzielten die LOS-Zentrale und ihre Verbundpartner einen Gesamtumsatz von 33 Millionen Euro.02.07.2010 - Der Krise den Kampf angesagt
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