
Helmut Morgner ergriff seine Chance 1981. Er übernahm den Handwerksbetrieb, als der Vorbesitzer in Rente ging. „Das war in der DDR eine der wenigen Möglichkeiten, sich als Handwerker selbständig zu machen", erklärt er. Nach der Wende führte Morgner den Betrieb weiter. Allerdings musste er einen Kredit in Höhe von einer Million D-Mark aufnehmen, um einen Neubau zu errichten. „Es hat sich aber ausgezahlt", sagt er.
Helmut Morgner und seine Mitarbeiter blicken zuversichtlich in die Zukunft
„Nach der Wende stellte der Vorbesitzer plötzlich Rückforderungen auf Büro und Werkstatt. Hinzu kam der fortschreitende Platzmangel. Da gab es für mich nur eine Lösung: einen Neubau im Industriegebiet errichten", so Morgner. Das ging nicht ohne ein Bankdarlehen in Höhe von einer Million D-Mark. Mit der Rückzahlung an die Bank und den Zinsen summierte sich die Belastung des Handwerksbetriebs auf rund zwei Millionen. „Aufgeben kam aber niemals in Frage. Es ist ein Familienunternehmen. Mit Mut und Gottes Hilfe haben wir's geschafft. Basta", schmunzelt der Unternehmer.
Helmut Morgner schuf neue Arbeitsplätze. Aus dem 3-Mann-Betrieb wurde ein Unternehmen von zeitweise 25 Beschäftigten. „Die Arbeit war ja da. Deshalb brauchte ich mehr Leute." Und um die Tradition als Familienunternehmen aufrecht zu erhalten, unterstützt er die Ausbildung seines Sohnes zum Heizungsmeister und Energieberater.
Damit nicht genug, erschließt Morgner auch neue Geschäftsfelder wie Heizungsbau und erneuerbare Energietechnik. Bei der Zusammensetzung seines Teams achtet er penibel darauf, dass die Mischung zwischen jung und alt erhalten bleibt. Er bildet kontinuierlich 12 Lehrlinge aus, beschäftigt aber auch erfahrene Monteure. „Dadurch habe ich einen guten Mix von althandwerklichem Können und der Beherrschung neuer Technologien", sagt Morgner.
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