
Mit Batterien kennt sich Christian Ecke aus. Bereits vor der Wende sorgte er mit drei Mitarbeitern dafür, dass in ostdeutschen Krankenhäusern, Fabriken und Werkstätten stets genügend Energie zur Verfügung stand. Doch der politische Umbruch erforderte ein betriebswirtschaftliches Umdenken. Schnell war Ecke klar: Mit Batterien alleine kann die Firma nicht bestehen. Also zeigte er sich flexibel. Ecke suchte neue Wirtschaftszweige, die das unternehmerische Überleben sicherten - mit Erfolg.
Dass er einmal Hydraulikschläuche anfertigen und Baustellen absichern würde, damit hätte Christian Ecke 1985 wohl kaum gerechnet. Damals gründete er seinen kleinen Handwerksbetrieb im brandenburgischen Hohen Neuendorf. Sein Geschäftsfeld: Batterien regenerieren, instand setzen und herstellen. Seine Firma war als Zuliefererbetrieb in der ostdeutschen Planwirtschaft anerkannt, der Bedarf an Starterbatterien war enorm. Doch dann kam das Jahr 1990 - die Wende. „Plötzlich gab es Batterien in Hülle und Fülle", erinnert sich Ecke. Das Unternehmen war in seiner Existenz bedroht. „Eine ganz schwere Zeit. Die Banken verweigerten jeden Kredit, da sie meinten, dass man mit Batterien kein Geschäft machen könne." Doch Christian Ecke wartete nicht auf den Untergang, sondern handelte.
Die Herstellung von Hydraulikschläuchen für den Tiefbau entwickelte er rasch zu seinem zweiten Standbein. Baggerfahrer aus der gesamten Region nutzten fortan seine Produkte - und der Kontakt zur Branche führte zur Erschließung eines weiteren Geschäftsfeldes. Ein Bauunternehmer fragte Ecke eines Tages, ob er nicht auch Baustellen absichern würde. Ecke verneinte zunächst, erkannte jedoch sofort die Marktlücke und nahm den Auftrag an. „Nach der Wende profitierte ich damit vom Bauboom in den neuen Bundesländern", sagt Ecke heute. Seine unternehmerische Flexibilität sollte sich auszahlen: Die Anfertigung von Hydraulikschläuchen und die Baustellenabsicherung brachten Ecke zwar zunächst von seinem ursprünglichen Geschäftsfeld ab - verhalfen ihm letztlich jedoch, in der Batterie-Branche wieder Fuß zu fassen.
„Durch meine jahrelange Erfahrung konnte ich mich gegen viele Westbetriebe behaupten. Meine Kunden profitieren von dem Wissen, das ich in 20 Jahren sammeln konnte." Mittlerweile kann sich der 58-Jährige wieder hauptsächlich auf den Vertrieb und die Installation von Batterien und Batterieanlagen konzentrieren. Vom weltweiten Internethandel bis hin zum Aufbau eines Notstromanlage für Krankenhäuser und die deutsche Flugsicherung bietet Christian Ecke eine Fülle an Service- und Dienstleistungen an. Durch Zuverlässigkeit, hohe Qualität sowie ständige Erreichbarkeit hat er sich einen Kundenstamm erworben, der nicht zuletzt die fachliche Kompetenz des Brandenburgers zu schätzen weiß.
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