Arbeitslosigkeit in Deutschland: Ursachen & Folgen

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist ein präsentes und durch die Medien oft aufgegriffenes Thema – doch was verstehen wir eigentlich unter Arbeitslosigkeit? Was hat sie für Ursachen und Folgen? Und wie sieht die Lage der Arbeitslosigkeit Deutschlands aus?

Arbeitslosigkeit Deutschland: Was steckt eigentlich dahinter?

Arbeitslos ist, wer in der Lage und auch willig ist einer Beschäftigung nachzugehen, jedoch keinen Arbeitsplatz findet.

Erwerbsarbeit ist für die meisten Menschen Grundlage ihrer Existenz, wodurch die Erwerbslosigkeit immer auch ein psychosomatisches Problem darstellt. Nicht nur die Arbeitslosen direkt, sondern auch unmittelbar am Leben dieser Beteiligte sind betroffen, man spricht von „Opfer-durch-Nähe“. Wo am Anfang nur der Verzicht auf Luxusartikel bevorsteht, ist mit der Zeit eine Einschränkung bei Grundbedürfnissen nötig – Depressionen treten ein, ein Teufelskreis entsteht.

 

Arbeit hat neben dem Geldverdienen fünf weitere latente Eigenschaften:

  1. Arbeit zwingt zu Aktivität
  2. Arbeit strukturiert den Tagesablauf
  3. Arbeit versorgt den Menschen mit Zielen
  4. Arbeit sorgt für soziale Kontakte außerhalb der Familie
  5. Arbeit definiert den Status und die Identität eines Menschen

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland

Im Jahre 2005 hat die Arbeitslosenquote mit 11,7% und einer Arbeitslosenzahl von 4,9 Millionen den Höchststand der Arbeitslosigkeit in Deutschland erreicht. Bis auf 2005, wo die Arbeitslosenzahl kurzzeitig von 3,3 auf 3,4 Mio. angestiegen ist, ist die Arbeitslosenquote und Arbeitslosenzahl kontinuierlich gesunken. Im April 2013 lag sie bei 5,4% (als Vergleich: Spanien, Griechenland:26,8%).

Mögliche Ursachen

Hauptursache für die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist der steigende Wettbewerbsdruck der Unternehmen. Um am Markt erfolgreich zu wirtschaften ist ein Deckungsbeitrag in Höhe des Verkaufspreises unabdingbar. Wenn das relative Marktvolumen nicht mehr gesteigert werden kann, weil beispielsweise der Markt schon mehr oder weniger gesättigt ist, müssen Kosten gesenkt werden. Einen großen Teil der Kosten machen die Gehälter und Löhne der Belegschaft aus, ergo sind die Unternehmen mehr oder weniger gezwungen, am größtmöglichen Hebel zu ziehen, um die Break-Even-Schwelle zu durchdringen.

Des Weiteren ist die fortschreitende Technologie und die damit einhergehende Automatisierung am Rückgang der Arbeitsplätze und an der Arbeitslosigkeit Deutschlands beteiligt. Wo zuvor Menschen bestimmte Vorgänge erledigen mussten, sind heutzutage Maschinen in der Lage diese Funktionen zu übernehmen, wodurch der Mensch mehr oder weniger überflüssig wird.

Steigende Lohn- und Nebenkosten sowie Steuerbelastungen in Deutschland bewegen immer mehr Unternehmen dazu, ihre Produktionsstätte ins Ausland zu verlegen, wo deutlich inhumanere Verhältnisse bzgl. Gehälter und Löhne gezahlt werden.

All diese Gründe führen zu einem Rückgang an Arbeitsplätzen und einer steigenden Arbeitslosigkeit in

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