Was Auto-Hersteller am verkauften Auto verdienen

Schaut man sich die Top 10 der weltweit größten Autoverkäufer an, finden sich gleich drei deutsche Unternehmen in der Liste: Volkswagen, Daimler und BMW machen Deutschland zum Autoland Nummer eins – dicht gefolgt von Japan und den USA.

Auf Grundlage der CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg Essen lässt sich ein eindeutiger Trend feststellen: Es lässt sich erkennen, dass der größte Autohersteller der Welt, Toyota, im vergangenen Jahr sehr stark in der Autoproduktion zulegte und Volkswagen hingegen eher schwächer abschnitt. Die Natur- und Reaktorkatastrophe scheint Toyota überwunden zu haben, der Verkauf am Heimatmarkt läuft gut und auch Bürger in den USA sind sehr an Autos von Toyota interessiert.

Studien verraten, was Auto-Hersteller am Produkt verdienen

Die deutschen Auto Hersteller scheinen die Krise hinter sich gelassen zu haben, vor allem der Export von deutschen Autos steigt seit kurzer Zeit wieder beständig. Das belegen die Studien vom „Automobilpapst“ Ferdinand Dudenhöfer, die alle Daten rund um das Auto – von den Kfz-Zulassungen bis zum Wertverlust des exportierten Autos – erfassen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Erfasst werden natürlich auch die Summen, die ein Auto Hersteller mit einem verkauften Auto gewinnt. Deshalb gibt es hier einen Überblick über die größten deutschen Auto Hersteller und den durchschnittlichen Reingewinn an einem verkauften Auto.

Was zeigt die Studie zum Reingewinn der Auto-Hersteller?

  • Bei Audi liegt der Gewinn bei etwa 2.346 €. Ein Neuwagen dieser Marke kostet durchschnittlich 27.000 Euro.
  • Daimler verdient an einem verkauften Mercedes i.D. 3395 Euro. Verkauft werden die Autos des Konzerns für ca. 42.000 €
  • Porsche macht als deutscher Auto Hersteller mit etwa 14.478 € den meisten Gewinn. Ein Neuwagen kostet hier ca. 95.200 €
  • BMW verdient an einem verkauften Fahrzeug hingegen nur 2300 Euro. Der Kunde kauft einen neuen BMW für etwa 36.600 €
  • VW schließt in Sachen Gewinn eher schlecht ab, hat aber dafür die höchsten Absatzzahlen. VW verdient an einem verkauften Fahrzeug nur 683 €. Der Kunde kann einen Neuwagen für circa 14.000 € beim Autohändler erstehen.

Was zeigt die Aufstellung?

Die Dudenhöfer-Erhebung fördert einige interessante Ergebnisse zutage. So weist VW die deutlich mit Abstand niedrigste Gewinnmarge auf, steht beim Gesamtgewinn aber deutlich vor Daimler oder BMW. Das ist nur möglich, weil VW um ein vielfaches mehr Autos verkauft als die Konkurrenz. Überraschend ist allerdings auch, wie wenig Gewinn den Premium-Marken wie Mercedes, BMW oder Audi von ihren verkauften Autos übrig bleibt.

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