Wirtschaftsfaktor BHKW – Die EEG Einspeisevergütung

Ein Blockheizkraftwerk, kurz BHKW, ist eine Anlage, die der Energie- und Wärmegewinnung dient. Angetrieben wird das BHKW mittels fossiler oder regenerativer Kohlenwasserstoffe wie beispielsweise Palmöl, Erdgas und Biodiesel. Der dabei entstehende Strom kann selbst genutzt oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Zusätzlich kann die bei der Stromerzeugung des BHKWs entstandene Abwärme mittels eines Wärmetauschers in ein anliegendes Wärmenetz eingespeist werden und somit der Beheizung von Wohn- oder Bürogebäuden dienen (Quelle: LichtBlick). Zusätzlich wird das BHKW durch zahlreiche Zuschüsse gefördert.

BHKW – Stromerzeugung

Nehmen Sie mit einem BHKW Ihren Strom in die eigenen Hände

Die stromgeführte Betriebsart des BHKW ist darauf ausgelegt die maximale Menge an Strom zu erzeugen, also quasi im Dauerbetrieb zu laufen. Da ein Haushalt in der Regel keine 24 Stunden am Tag volle Stromzufuhr benötigt, muss der Strom gespeichert oder abgegeben werden. Die heutigen Speichertechnologien erlauben das Speichern von großen Mengen Strom aber bei Weitem nicht, daher ist die einzige Möglichkeit die Einspeisung des Stroms in das öffentliche Stromnetz.

BHKW Einspeisevergütung

Um die Erzeugung ökologischen Stroms voranzutreiben, wurde mittels der gesetzlich vorgeschriebenen Einspeisevergütung der erste Grundstein gelegt. Der ökologisch erzeugte Strom, also Strom aus Windkraftwerken, Wasserkraftwerken, Solaranlagen und BHKWs, muss zusätzlich bevorzugt in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Mit diesen Maßnahmen soll die Attraktivität von Ökostrom erhöht werden, um langfristig die fossilen Energiequellen der Erde zu schonen sowie der voranschreitende Luftverschmutzung entgegenzuwirken.

Erneuerbare-Energien-Gesetz

Eine Einspeisevergütung richtet sich nach dem EEG, dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das EEG greift nicht nur in Deutschland – sondern in insgesamt 20 EU-Staaten – und regelt somit die Einspeisevergütung nahezu aller Staaten der Europäischen Union. Es kommt allerdings nur infrage, wenn das BHKW mittels regenerativer Energien betrieben wird. Regenerative Antriebsstoffe für ein BHKW sind beispielsweise Rapsöl und Holzpellets. Gegenüber dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ist der Vergütungspreis deutlich höher.

BHKW und das KWK

Unabhängig von den Stromanbietern mit einem BHKW

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ist im Gegensatz zum EEG anders geregelt. Hier richtet sich der Preis nicht nach einem festgelegten Wert, sondern ist Verhandlungssache mit dem jeweiligen Stromanbieter. Ist kein Preis für den BHKW-Strom vereinbart, wird ein aus dem vorherigen Quartal ermittelter Durchschnittspreis bezahlt. Dieser sogenannten „übliche Preis“ kann starken Schwankungen – zwischen 2 und 7 Cent – unterliegen, sodass eine ständige Beobachtung des Preises unabdingbar ist.

Weiterhin werden unabhängig von der Einspeisung in das öffentliche Netz Zuschläge gezahlt. Dafür muss das BHKW eine Zulassung erhalten sowie ein Antrag gestellt worden sein. Für eine Zeit von bis zu 10 Jahren oder eine Leistung bis zu 30.000 Volllaststunden wird ein festliegender Zuschlag in Höhe von 5,41 Cent pro Kilowattstunde gezahlt.

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