Wenn die Wirtschaft blüht – Das Geschäft mit den Garten Pflanzen

Garten Pflanzen, Garten Zwerge und Garten Möbel der grüne Markt ist voll mit Produkten für den Gartenliebhaber. Doch wie ist das Geschäft mit dem Garten aus wirtschaftlicher Sicht zu beurteilen?

Es ist faszinierend, was für unterschiedliche Produkte eine hohe wirtschaftliche Bedeutung erlangen. So haben wir bereits über den Megaboom der Nahrungsergänzungsmittel berichtet sowie den Wirtschaftsfaktor Hundeliebe und nun folgt dieser Thematik auch die Wirtschaftskraft der Garten Pflanzen. Laut Statistischem Bundesamt arbeiten zwei Drittel aller Deutschen ab dem 14. Lebensjahr ab und zu im Garten. Das Arbeiten im Garten zählt somit zu den liebsten Beschäftigungen der Deutschen. Dreiviertel aller Privathaushalte haben einen Garten oder Balkon. Ein durchschnittlicher Gartenbesitzer gilt als einkommensstark und ausgabefreudig.

Wer vom Geschäft mit den Garten Pflanzen profitiert

In den Jahren haben sich immer mehr Händler mit unterschiedlichen Kernkompetenzen, Spezialisierungen und Preisspannen auf dem Markt für Garten Pflanzen und Zubehör angesiedelt. Während früher der Hobbygärtner noch eine traditionelle Baumschule für Garten Pflanzen aufsuchte, kann er nun neben dem Fachhandel auch jeden beliebigen Bau oder Supermarkt ansteuern. Die Zahl der Konkurrenten am grünen Markt steigt zunehmend.

Das Marktpotential für Garten Pflanzen

Die Nachfrage nach Gartenprodukt steigt mehr und mehr. Denn erst die Garten Pflanzen machen eine kahle Fläche zu einem wahren Gartenparadies. Hier liegen die Pro-Kopf-Ausgaben in Deutschland bei über 100.- EUR im Jahr. Mehr investieren in Europa lediglich die Dänen und die Norweger. Anders sieht das Ranking aus, wenn es darum geht, die wichtigsten Blumen- und Pflanzenmärkte zu bestimmen. Deutschland ist beim Thema Garten Pflanzen unangefochtener Spitzenreiter Europas mit einem Marktvolumen von rund 8,3 Mrd. Euro. Die Briten an zweiter Stelle können lediglich 4,5 Mrd. Euro aufweisen. Bewegt man sich über die Grenzen Europas hinaus, führen die USA die Spitze des Weltmarktvolumens mit 23 Mrd. Euro an. Schaffen es aber „nur“ auf einen Pro-Kopf-Verbrauch von 74.- EUR, was die Ausgaben für Garten Pflanzen und Co. betrifft. Der Hauptexporteur für den deutschen Markt sind ohne große Überraschung die Niederlande. Selbst bei leicht rückläufigen Exportzahlen belaufen sich die Umsätze jedes Jahr immer noch auf über 1 Mrd. Euro. Zum Vergleich: In Großbritannien wird etwa nur die Hälfte dieses Umsatzes an Topf- und Garten Pflanzen aus unserem Nachbarland erreicht. Doch Deutschland importiert nicht nur von seinen direkten Nachbarn.

Garten Pflanzen aus alles Welt

Die Nachfrage nach immer ausgefalleneren Garten Pflanzen machte es notwendig die Suche danach, auch auf andere Kontinente auszudehnen. So gehören zum Beispiel Afrika und Südamerika zu den wichtigsten Direktimporteuren von Garten Pflanzen. Länder wie:

  1. Ecuador (Eukalyptus, Zedern und Zypressen etc.)
  2. Kolumbien (Orchideen, Palmen und Mahagoni etc.)
  3. Kenia (Teakbäume, Akazien und Bambus etc.)

befriedigen das Streben nach dem perfekten und außergewöhnlichen Garten mit den dazugehörigen Garten Pflanzen.

Wie wirkte die Wirtschaftskrise auf den Markt für Garten Pflanzen

In den von der Wirtschaftskrise stark betroffenen Ländern wie Griechenland, Spanien und auch Portugal ist ein rückläufiger Markt für die Garten Pflanzen und Co. zu beobachten. Wenngleich sich diese Entwicklung kaum spürbar auf den gesamteuropäischen Markt auswirkt, da die steigende Nachfrage bei den Osteuropäern das Gleichgewicht wieder herstellt. Deutschland indes wird von Experten als weitestgehend stabil und von derartigen Krisen unbeeinflussbar eingestuft. Vielmehr sind es in Deutschland die meteorologischen Bedingungen, wie besonders heiße oder verregnete Sommer oder lange, hartnäckige Winter, die sich entscheidend auf das Kaufverhalten auf den Markt für Garten Pflanzen auswirken.

Der Gartenzwerg – eine vom Aussterben bedrohte Spezies?

Der Deutschen liebste Gartendekoration ist längst nicht mehr, wie oft vermutet, der Gartenzwerg. Die bisweilen kitschig anmutenden Gesellen wurden inzwischen von wesentlich ausgefalleneren Dekoelementen wie Figuren aus Edelrost oder Motiven nach Feng-Shui abgelöst.

Fazit zum Geschäft mit dem Garten

Alles in allem ist es sicherlich als durchaus positiv zu bewerten, wie die Leidenschaft der Hobbygärtner die Wirtschaft stark ankurbelt. Auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sieht in dem Geschäft mit dem Garten eine zunehmende Bedeutung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mehr Wissenswertes erfahren Sie hierzu in der Broschüre Zukunft Garten. Doch neben den ganzen positiv dargestellten Effekten muss man sich als Liebhaber exotischer Garten Pflanzen oder Gartenmöbeln aus wertvollen Hölzern durchaus darüber im Klaren sein, dass der Import dieser Pflanzen und Rohstoffe gerade aus den oben genannten Entwicklungsländern nicht ganz ohne faden Beigeschmack auskommt. Die Löhne sind extrem niedrig, die Arbeitsbedingungen schlecht. Oftmals wird ohne hinreichende Schutzkleidung mit hochgiftigen Pestiziden und Schädlingsbekämpfungsmitteln gearbeitet. Vielleicht sollte man genau deswegen den heimischen Baumschulen mit Ihren Garten Pflanzen und Sträuchern auch einmal wieder eine Chance geben.

 

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