Alternde Bevölkerung stellt Pflegepersonal vor neue Herausforderungen

Es ist schon seit langem kein Geheimnis mehr: Die demographische Pyramide, die den optimalen Zustand einer Gesellschaft beschreibt, hat begonnen sich in Deutschland umzudrehen. In einer optimalen Gesellschaft nimmt die Bevölkerungsdichte mit steigendem Alter ab – so kommt die Pyramidenform zustande. In Deutschland hat sich die „Pyramide“ allerdings zu einer Urnenform gewandelt: Es werden immer weniger Kinder geboren, die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt. Das hat zur Folge, dass es immer mehr alte Menschen gibt, die versorgt werden müssen. So werden ganz neue Anforderungen an die moderne Pflege und deren Planung gestellt. Professionelle und effektiv eingesetzte Hilfsmittel, wie Software und Medikamentendispenser als Zubehör schaffen Abhilfe.

Die moderne Pflege muss hocheffizient sein

Mit den richtigen Hilfsmitteln wie Medikamentendispensern wird die Planung der Pflege deutlich effizienter. (c) sokaeiko / pixelio.de

Demografen gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren die Zahl der 80-Jährigen in der deutschen Bevölkerung deutlich zunehmen wird. Da bei weitem nicht alle Personen dieser Altersgruppe imstande sind, alleine zu leben und sich selbst zu versorgen, platzen schon heute die Pflegeheime aus allen Nähten, die Planung der Pflege steht vor ganz neuen Herausforderungen.

Alleine mit Arbeitskraft und Personal lässt sich dem erhöhten Pflegebedarf nicht mehr entgegentreten: Der Einsatz von modernen Software Programmen sowie geeigneten Hilfsmitteln wie Mehrzweckwagen und Medikamentendispenser ist dringend nötig. Der Umstieg von der manuellen Pflegedokumentation zur digitalen Planung ist schon in vielen Pflegeheimen durchgeführt worden, um die Effizienz der Pflege zu steigen. Die Pflege-Experten von Standard Systeme haben eine große Auswahl an Pflegeausstattung wie zum Beispiel Medikamentendispenser zur Medikamentenorganisation, Pflegewagen und umfangreiche Software Programme, welche die Planung und die Durchführung der Pflege erleichtern. Mit diesen Hilfen und dem Umstieg von der schriftlichen Pflegedokumentationen auf die digitale Planung lassen sich Prozesse optimieren und mehr Kapazitäten erzeugen, die in Zukunft dringend gebraucht werden.

Hilfsmittel wie Medikamentendispenser in der Pflege

Hilfsmittel sind in der Pflege zu einem wichtigen Instrument geworden. Im täglichen Gebrauch erleichtern Medikamentendispenser, Mehrzweckwagen und Software die Arbeitsabläufe des Pflegepersonals. So ist die Medikamentenorganisation ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit. Tablettenboxen müssen mit großer Sorgfalt vorbereitet werden. Dabei muss genauestens auf die Dosierung und die Vergabe der Tabletten an die richtige Person geachtet werden. Würden Tabletten aus Versehen in das Fach eines anderen Patienten geraten, könnte dies weitreichende Folgen haben. Auch beim Vertauschen von Fächern könnten schwerwiegende Folgen auftreten. Oder wenn sich noch Rückstände von Tablettenresten im Fach befinden würden, ist nicht auszudenken, was passieren könnte. Um dem entgegen zu wirken, gibt es für Medikamentendispenser Zubehör wie Etiketten, Schiebedeckel zum Transport, 7 Tages-Pillendosen zur übersichtlichen Aufbewahrung und Reinigungsbehälter. Zum Zerteilen oder Zerkleinern von Tabletten dienen sogenannte Tablettenmörser und Tablettenteiler. So kann durch Medikamentendispensern die richtige Dosierung und Anzahl der Tabletten gewährleistet werden.

Die Pflege-Problematik verdeutlicht in Zahlen

Die folgenden Zahlen spiegeln sehr gut wieder, was in Zukunft auf die pflegerischen Einrichtungen und deren Personal zukommt:

  • im Jahr 2030 wird jeder zweite Mann seinen 80. und jede zweite Frau ihren 85. Geburtstag feiern können
  • bis zum Jahr 2030 soll die Anzahl der 80-Jährigen innerhalb der deutschen Bevölkerung um 60 Prozent zunehmen
  • in Deutschland wird das Durchschnittsalter bis zum Jahr 2030 von derzeit 43 Jahre auf über 47 Jahre ansteigen – in Ostdeutschland sogar auf über 50 Jahre

Quelle:SPIEGEL ONLINE

Wie hilft der Staat abseits der besseren Pflegeplanung weiter?

Dass eine effizientere Planung innerhalb der Pflege allein nicht ausreicht, um der zukünftigen PflegeProblematik zu entgehen, dürfte jedem klar sein. Deshalb versucht die Politik schon seit Jahren dem demographischen Wandel in Deutschland zu begegnen. Da natürlich nicht infrage kommt, durch Streichung im Gesundheitssystem die Lebenserwartung zu verringern, setzt die Politik vor allem bei der Familienpolitik an. Durch unterschiedliche Maßnahmen möchte sie erreichen, dass die Geburtenrate wieder steigt und die Gesellschafts“pyramide“ wieder ihre ursprüngliche Form annimmt:

  • Erweiterung der Frauenförderung durch die Einführung von Mütterquoten
  • Erweiterung des steuerlichen Ehegattensplittings zu einem Familiensplitting, ähnlich wie in Frankreich
  • Beendigung der Benachteiligung von Familien mit Kindern in den Sozialversicherungssystemen, Umsetzung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu dieser Problematik
  • Flächendeckende Betreuung von Kindern im Vorschulalter in Kindertagesstätten durch gut ausgebildete Fachkräfte
  • Ausübung des aktiven Wahlrechts durch die Eltern für ihre noch nicht wahlberechtigten Kinder, um den Kindern ein Gewicht bei politischen Entscheidungen zu geben

Ob diese Maßnahmen dabei helfen, den demographischen Wandel und die daraus resultierenden Probleme wie erzwungene Altersteilzeit oder steigende Sozialabgaben zu verhindern, wird die Zeit zeigen. Genau die hat Deutschland allerdings nur begrenzt.

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