MBA berufsbegleitend oder Fulltime-Master

Einen Master in Business Administration, kurz MBA berufsbegleitend, oder Vollzeit zu studieren kann nicht jeder. Zum einen braucht man ein abgeschlossenes Bachelor-Studium, was aber sicherlich viele Bewerber vorweisen können. Weitaus wichtiger ist allerdings der zeitliche und vor allem der finanzielle Faktor. Neben einem hohen Zeitaufwand, den der MBA berufsbegleitend als auch im Vollzeit-Studium erfordert, muss man sich das Studium auch leisten können: Für einen guten MBA-Studienplatz muss man einen fünfstelligen Betrag investieren. Doch die Statistiken der Hochschulen zeigen: MBA-Absolventen verdienen weitaus mehr als Absolventen anderer Studiengänge und kommen wesentlich leichter in Führungspositionen als Bewerber ohne MBA-Abschluss.

Unterschiede zwischen MBA berufsbegleitend und Fulltime-Master

Der größte Unterschied zwischen den beiden Studiengängen sind logischerweise die täglichen Studienzeiten. Während man bei einem Fulltime-Master wie bei einem normalen Studium seine Veranstaltungen frei wählen kann, aber trotzdem pro Tag drei bis vier Veranstaltungen zu belegen hat, ist bei einem MBA berufsbegleitend etwas mehr Planung nötig. In den meisten Fällen gehen die Studenten neben dem Studium bereits Vollzeit arbeiten, sie belegen teilweise schon eine Stelle im mittleren Management und haben dementsprechend nur abends oder am Wochenende Zeit, sich dem Studium zu widmen. Gerade bei größeren und bekannteren Business Schools, die im Ausland liegen, kommt noch die Zeitverschiebung hinzu, die bei der Planung des Studiums zusätzlich beachtet werden muss.

Unterschiedliche Intensitäten der Studiengänge

Dementsprechend haben die beiden Studiengänge auch verschiedene Intensitäten. Der Lernaufwand des Fulltime-Masters ist höher, als der des berufsbegleitenden Studiums. Das schlägt sich auch in der Absolventenstatistik nieder: Schaffen die meisten Studenten den Fulltime-Master in zwei Jahren, sprich in vier Semestern, brauchen die Studenten, die den MBA berufsbegleitend erreichen wollen, mindestens ein Semester länger.

Studiert man MBA berufsbegleitend kommt die Freizeit zu kurz

Gerade die niedrigere Studienintensität ist bisher der große Nachteil des MBA berufsbegleitend und gleichzeitig die größte Herausforderung für die Business Schools. Jeder Student, der neben seinem Studium viel gearbeitet oder ein Praktikum parallel zum Studium absolviert hat, kennt sich mit dieser Problematik aus: Kommt man abends erschöpft nach Hause, hat man meistens nicht viel Lust, noch drei Stunden Aufgaben für das Studium zu erledigen. Gleiches gilt für das Wochenende: Statt die Hausarbeit zu Ende zu schreiben oder für eine Klausur zu lernen, könnte man auch mit Freunden zum See fahren oder mit der Freundin ins Kino gehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Möchte man den MBA berufsbegleitend erreichen, sollte man sich bewusst sein, dass die Freizeit in der Zeit des Studiums zu kurz kommt.

Für viele Manager kommt nur MBA berufsbegleitend in Frage

Die größte Schwäche des MBA berufsbegleitend ist allerdings auch gleichzeitig seine größte Stärke: Viele Manager, gerade in wichtigen Positionen wie zum Beispiel Bankmanager bei der EZB, können es sich nicht leisten, eine Auszeit von ihrem Job zu nehmen, um eine neue Qualifikation zu erlangen. Ein anderer Grund kann auch der finanzielle Faktor sein: Da viele MBA-Studiengänge sehr teuer sind, können viele angehende Studenten es sich nicht leisten, während des Studiums auf das gute Gehalt im Job zu verzichten – einige wollen aber auch nicht in die Arbeitslosigkeit rutschen. Für diese beiden Interessensgruppen ist der MBA berufsbegleitend die ideale Möglichkeit, sich fortzubilden.

Wie starte ich das Studium?

Stellt man fest, dass sich dieses Studium für ein Fortkommen im Job anbieten würde, kommt nun die Frage auf: „Wie studiere ich den MBA berufsbegleitend?“ Voraussetzungen müssen nur wenige erfüllt werden, man benötigt:

  • Genug Zeit und Geld für das Studium
  • Einen bestanden Englisch-Sprachtest
  • Ein abgeschlossenes Bachelor-Studium
  • Einige Jahre Erfahrung in einer Führungsposition

Erfüllt man die geforderten Voraussetzungen, kann man sich an der Business School seiner Wahl bewerben. Manche Schools fordern keine weiteren Leistungen ihrer Bewerber ein, doch gerade die renommierten Business Schools haben allerdings noch verschiedene Bewerbungsstufen. Die reichen von einem Telefoninterview über ein Assessment Center bis hin zu schriftlichen Bewerbertests. Ihre jeweiligen Studienvoraussetzungen formulieren die meisten Business Schools, die einen MBA berufsbegleitend anbieten, auf ihrer Homepage.

Vorteile – man bekommt weiterhin sein gutes Gehalt
– man muss seine wichtige Position im Job nicht aufgeben
Nachteile – das Studium dauert länger als der Fulltime-Master
– man hat eine niedrigere Studienintensität als beim Fulltime-Master

 

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