Subventionen fürs Massivhaus – was ist möglich?

Früher war alles besser – diesen Spruch hört man heutzutage sehr oft. Für den Fall, dass das eigene Massivhaus errichtet werden soll, trifft die Aussage sogar zu. Denn früher gab es unzählige Unterstützungen und steuerliche Vorteile von staatlicher Seite. Besonders die Eigenheimzulage war für angehende Häuslebauer ein Grund, den Hausbau in Angriff zu nehmen. Nachdem die Zulage 2006 ausgesetzt wurde, ging die Zahl der neugebauten Massivhäuser merklich zurück.

Zahlreiche Bauherren greifen seit dem Wegfall der Zuschüsse vermehrt auf günstigere Alternativen zurück, die sich nicht selten als komplette Fehlinvestitionen entpuppen. Die Vorteile der traditionellen Bauweise, nachzulesen auf kagebau.de, sind nämlich nicht zu unterschätzen! Doch trotz der Streichung vieler Subventionen, gibt es auch heute noch Fördergelder, die den Bau vom Massivhaus erleichtern.

Massivhaus mit einem KfW-Darlehen finanzieren

Die KfW-Bank unterstützt Bauherren mit finanziellen Mitteln. Sie stellt nicht nur Gelder für den Hausbau, sondern auch für die Sanierung vom Massivhaus zur Verfügung. Der große Vorteil der staatlichen Bank ist, dass sie dem Kreditnehmer vergleichsweise niedrige Zinsen bieten kann. Das „KfW-Wohneigentumsprogramm“ gilt sowohl für neue als auch gebrauchte Häuser – wichtig ist, dass man selbst einzieht. Den Antrag für eine Förderung muss man für neue Häuser vor Baubeginn und für ältere spätestens direkt nach Abschluss des notariellen Kaufvertrags stellen. Der KfW-Kredit beträgt höchstens 50.000 Euro und bis zu 100 Prozent der „förderfähigen Kosten“. Dazu zählen bei Neubauten die Kosten für das Grundstück, für den Bau und für die Außenanlagen. Steht das Massivhaus bereits, fließen neben dem Kaufpreis die Nebenkosten sowie Auslagen für Modernisierung, Instandsetzung und Umbau ein. Hierfür gibt die KfW zinsgünstige Kredite, die bis zu fünf Jahre tilgungsfrei sind und bis zu 35 Jahre laufen. Der Zins wird je nach Wunsch des Kunden für fünf bis zehn Jahre festgeschrieben.

Zudem unterstützt die KfW-Bank Bauherren beim Energiesparen. Das Grundprinzip: Je mehr sich eine Immobilie dem Neubaustandard annähert oder ihn sogar übertrifft, desto kräftiger fällt die Förderung aus. In diesem Zusammenhang mag auch die Installation einer BHKW Anlage interessant erscheinen.

Vorteile ✓ günstige Kredite vom Staat
✓ gilt nicht nur für den Bau, sondern auch für die Sanierung vom Massivhaus
Nachteile ✗ lange Laufzeiten der Kredite (bis zu 35 Jahre)

Hilfe beim Massivhausbau von den Kommunen und der Kirche

Hilfe beim Massivhaus Bau versprechen auch die Kommunen: Viele Gemeinden versuchen durch attraktive Zinsangebote für Hausbau-Darlehen junge Familien anzulocken. Die Kommunen unterstützen mit ihrem Angebot allerdings nicht nur den Hausbau, sondern auch den Kauf des Grundstücks, auf dem das Massivhaus später einmal stehen soll.

Hilfe bekommt man ganz unerwartet auch von oben: Auch die Kirche bietet Darlehen mit günstigen Zinsen oder sogar zinslose Darlehen für Hausbauer an. Ebenso bietet die Kirche Erbbaurechte an, mit denen der Bauherr im Vergleich zum normalen Grundstückkauf Geld sparen kann.

Egal ob Kirche oder Kommune: Da sich die Regelungen für Darlehen von Stadt zu Stadt unterscheiden, sollte man bei seiner zuständigen Gemeinde vor dem Massivhaus Bau einmal anfragen, welche Subventionen man für den Bau vom Massivhaus erwarten kann.

Vorteile ✓ günstige Kredite für den Hausbau
✓ Erbbaurechte ermöglichen einen günstigen Grundstück-Erwerb
Nachteile ✗ nicht alle Gemeinden bieten eine Förderung an
✗ durch die Beantragung eines Darlehens bindet man sich an die Gemeinde

Das Massivhaus mit Wohn-Riester-Unterstützung bauen

Bei der Finanzierung Massivhaus bekommt man auch heute noch Unterstützung.

Wenn eine Finanzierungsart der ausgesetzten Eigenheimzulage am nächsten kommt, dann ist es der Wohn-Riester. Den Wohn-Riester gibt es seit Anfang 2009, mittlerweile ist er zu der wichtigsten staatlichen Bauförderung geworden. Das System Wohn-Riester ist recht kompliziert. Bevor man anfängt sein Massivhaus zu bauen, empfiehlt es sich, wenn man sich einmal mit einem Riester-Experten zusammensetzt, der prüft, ob sich die Riester-Förderung lohnt. Denn die meisten Vorteile bringt der Wohn-Riester für Gutverdienende und Familien mit Kindern. Bauherren mit einem anderen Familien- oder Finanzierungsstand könnte ein anderes Finanzierungsmodell günstiger kommen. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Kredit bis zum 68. Lebensjahr abgezahlt sein muss, weshalb sich viele angehende Rentner in neue Kredite stürzen, um den Riester abbezahlen zu können. Die neuen Kredite können dann meist nur durch einen Job in Altersteilzeit bedient werden.

Vorteile ✓ günstige Kredite für den Hausbau
✓ eignet sich vor allem für Familien mit Kindern
Nachteile ✗ bis zum 68. Lebensjahr muss der Kredit zurückgezahlt sein
✗ die Altersvorsorge ist an die eigene Immobilie gebunden

 

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